Samstag, September 02, 2006

Voodoo Display #1




Wieder gehe ich an dem seit Jahren unveränderten Schaufenster vorüber. Ich würde es nie wagen, diesen Laden zu betreten. Ein Schritt über die Tabugrenze ins Innere des Schreins würde entweder den besänftigenden Zauber der Voodoo-Ladies zunichte machen, oder man sähe körperlose Dinge, deren Anblick einen wie der Fluch des Patriarchen bis ans Lebensende begleitet.

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4 Comments:

Anonymous Chris said...

ich liebe diese wunderbaren Schaufenster, in denen die Zeit stehengeblieben zu sein scheint; es ist schön, dass es so etwas noch gibt, ein kurzes Innehalten in der Hektik der Zeit...womöglich würde man tatsächlich abkommen von seinem Wege...aber warum auch nicht, wer sagt denn, dass unsere gerade beschrittenen Wege das letzte Mass all unserer Weisheit seien...?

2.9.06  
Blogger Der_grosse_Transzendentale_Steini said...

Einen Laden, der schon im Schaufenster mit russischen Weibern und Waffen wirbt, sollte man keinesfalls betreten. Er könnte Don Pesadillo gehören.

3.9.06  
Blogger Markus Quint said...

/Chris: Ich werde mein ganzes Leben hindurch von dem Gefühl begleitet, dass meine beschrittenen Wege so ziemlich das Gegenteil jeglicher Weisheit sind.

/DGT Steini: Verdammt. Dein Kommentar erschließt mir erst die Tiefe der Symbolik. Die eingeschweißten Teile am rechten unteren Bildrand sind übrigens Korkenzieher. Jetzt wird mir einiges klar: Das ganze Arrangement ist eine einzige Warnung!

3.9.06  
Anonymous martha said...

Erinnert mich an die Schaufenster in Krakau... Übel.

3.9.06  

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