Mittwoch, Juni 13, 2007

Ich



Wer wissen möchte, wie man sich als Denkmahl fühlt, begebe sich auf die Sachsenhäuser Mainseite. Dort befindet sich, etwa hundert Meter von der Frankfurter Gerbermühle entfernt, ein Sockel zur persönlichen Erhebung.

Das Ich kann hier über drei Stufen erklommen werden. Selten wird es einem so einfach gemacht.


Diese Idee stammt von Hans Traxler, der auf einer Schautafel zitiert wird: "Jeder Mensch ist einzigartig. Das gilt natürlich auch für alle Tiere."

11 Comments:

Blogger Oles wirre Welt said...

"Ja, wir sind alle Individuen!"

"Ich nicht..." :)

Traxler ist schon ein Großer, die Idee ist auch klasse, wie groß meine Denkmal-Empathie indes ist, wird sich beizeiten vielleicht zeigen können. Als Fingerübung könnte ich versuchen, mich in die unterschiedlichen Skulpturen und Monsterkunstwerke einzufühlen, die Münster gerade überfluten. :)

13.6.07  
Blogger Frau H. said...

Und die Pferde sollen dann wohl auf den Hinterläufen stehen? Von den Elefanten will ich erst gar nicht reden....
Ansonsten aber eine sehr hübsche Idee von dem Herrn Traxler! Das würde selbst mir gefallen - ein ICH in nur drei Stufen....

13.6.07  
Anonymous MoniqueChantalHuber said...

als fingerübung gewissermaßen könnt ich auch folgendes empfehlen: versuchen, sich selbst in gibs abzugießen bzw. eher teile von sich in modelliermasse zu betten und dann mit gips/wachs auszugießen. allerdings nur anzuraten bei schönwetter und der möglichkeit sich im freien aufzuhalten. des weiteren ist es ratsam, mindestens eine person zur eventuellen befreiung aus misslichen lagen anwesend zu haben (sie glauben ja gar nicht, wie unangenehm es ist, sich vor den augen der nachbarschaft, mit gipsbandagierten händen am balkon auszusperren und dabei flauschige, pinkfarbe häschenhausschuhe zu tragen, obwohl sie doch solchen wert auf ein dunkelboshaftes erscheinungsbild legen. hab ich gehört.) mischungsverhältnis modelliermasse zu wasser nicht einfach schätzen, wie sie es vom kochen kennen, sondern streng nach anleitung. sollten sie versuchen ihr ohr plastisch abzubilden, verwenden sie vorher watte zur abdichtung, nicht dass sie dann eine woche mit mittelohrentzündung rumlaufen. verwenden sie besser keinen elektrikergips, pu-schaum anstelle von gips als füllmasse zu verwenden, bringt nicht die gewünschten ergebnisse. lassen sie heisses wachs nie unbeaufsichtigt am herd stehen und...
ach, vergessen sie`s. schlechter plan.

ich-denkmalsockel ist für leib, leben, hausfrieden und inneneinrichtung wesentlich besser.

14.6.07  
Anonymous MoniqueChantalHuber said...

gibs? GIBS! ohje, akute müdigkeitslegatstenie

14.6.07  
Blogger frech'n'nett said...

tolles ding. guter mann.

14.6.07  
Anonymous eon said...

note to myself:
das große ICH unbedingt vormerken für den eigenen grabstein später!!!

14.6.07  
Blogger Scheibster said...

Mein Denkmal steht ja schon. Das ist ja toll.

Könnte natürlich auch ein Denkmal für die Frankfurter Zeil sein.

"Idioten, Chaos, Hundekot". Oder so. :-)

14.6.07  
Anonymous HinRichter said...

das ist eins der wenigen kunstwerke in frankfurt, das mir sehr gut gefällt.

14.6.07  
Anonymous Burnster said...

Sie haben mein Grab gefunden! Das musste ja eines Tages passieren.

PS: Diese Wortbestätigungskacke bei blogger.com wird immer unleserlicher.

15.6.07  
Blogger DanielSubreal said...

ich hoffe es gibt jemanden zur Denkmalpflege... andererseits, wenn ich jetzt mal an die Pflege denke, dann mal ich ich mir doch lieber aus wie ich mein Denken pflege...

Auf den Sockel-1-2-3!

15.6.07  
Blogger mq said...

/Ole: Traxlers Idee ist auch in städteplanerischer Hinsicht ein ressourcenschonender Gedanke - aus Millionen Denkmälern wird eins, physikalisch gesehen.

/FrauH.: Auch für Rochen und Wale müsste man sich Alternativen ausdenken. Bei Gelegenheit werde ich ein Unterwasserdenkmal entwerfen.

/MoniqueChantalHuber: Gibsjanich. Merci für den Erfahrungsbericht, damit haben Sie nicht nur meine pinkfarbenen Häschenhausschuhe vor dunkelboshaften Verschmutzungen bewahrt, sondern auch meine Gehörgänge vor Heißwachsverstopfung. (Und dabei hatte ich alles bereits so schön vorbereitet.)

/Frech'n'Nett: Es ist eine kaum zu unterschätzende Leistung, gleichzeitig sich selbst und dem ganzen Rest der Welt ein Denkmal zu errichten.

/Eon: Wäre das nicht auch eine Idee zur Bewältigung des Platzproblems auf städtischen Friedhöfen?

/Scheibster: Den Sockel könnte man sicher mit variierender Inschrift an verschiedenen Stellen platzieren.

/HinRichter: Kein Vergleich zum herrischen Goethe an der Taunusanlage - leider kann man das Ego-Denkmal aufgrund des Mangels an Internationalität nicht in fremdsprachliche Reiseführer aufnehmen.

/St. Burnster: Confusion will be my epitaph (King Crimson)

/DanielSubreal: Ich werde einen Antrag beim zuständigen Denkmalpflegeamt einreichen und in ca. zwanzig Jahren das Ergebnis berichten.

16.6.07  

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