Donnerstag, Juli 27, 2006

Motto #2

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10 Comments:

Blogger mkh said...

Du meinst, in einer Macht-losen Matrix wäre Gerechtigkeit keine denkbare Imaginationseinheit?

28.7.06  
Blogger Markus Quint said...

Eine soziale Konstellation ohne jegliche Machtverhältnisse entzieht sich meiner Vorstellungskraft.

28.7.06  
Blogger  said...

Nein.

?

...also: Bezüglich der Behauptung im Blogeintrag...

28.7.06  
Blogger Markus Quint said...

Sondern?

28.7.06  
Anonymous Psychodada said...

Welche Gerechtigkeit? Die Poetische?

29.7.06  
Blogger Markus Quint said...

@Psychodada: Jegliche, aber mindestens die juristische. An poetische Gerechtigkeit habe ich noch nie geglaubt - in der brauchbaren Poetik gibt es sowieso nur ungerechten Mord und Totschlag.

29.7.06  
Anonymous wort-wahl said...

ich weiß nicht so recht, ob der begriff tatsächlich insgeheim in der genannten weise geprägt wurde.
denn dann wäre ja die frage, wer diesen begriff in eben jener weise prägte.

29.7.06  
Blogger  said...

Nein.
Sondern.
Gerechtigkeit und Macht haben nicht das geringste miteinander zu tun, sondern existieren völlig unabhängig voneinander: Gerechtigkeit beruht auf rein subjektiven Annahmen und Empfindungen des einzelnen. Macht eher nicht.

Im übrigen ist "Instrumentalisierung von Macht" ein doppeltes ... ähm ... dings... wiehießdasnochgleich ...äh... Bejahung? ... Mist, jetzt muss ich doch nachschlagen... Onomato... Pleonas... Neoplasm... ah, da: Eine TAUTOLOGIE ist das!
...sagichdochdieganzezeitschon...

Dennoch gilt aber weiterhin: "Dem Menschen ist das Wort gegeben, um seine Gedanken zu verschleiern." (Canetti, glaubich)

29.7.06  
Blogger Markus Quint said...

@Wort-Wahl: Wer könnte ein Interesse daran haben, dass die Mehrheit an Gerechtigkeit glaubt? Ich kenne keine Gesellschaftsform, in der die für Gerechtigkeit zuständige Gesetzgebung von den Machtlosen entwickelt wurde.

@ <°((( ~~<: Als komplett verdorbener Skeptiker freue ich mich immer wieder über Begegnungen mit Leuten, die noch an das Gute im Menschen und den von ihm geschaffenen Gesellschaftsstrukturen glauben. Und das ist nicht ironisch gemeint. Ich bin davon überzeugt, dass auch die Beurteilung von Macht auf subjektiven Annahmen und Empfindungen des Einzelnen beruht, und dass eine Objektivierbarkeit - sowohl von Gerechtigkeit, als auch von Macht - kaum möglich ist.

Instrumentalisierung von Macht mag als Tautologie verstanden werden, wobei ich zwischen der Definition von Macht als einer vorhandenen Summe von Mitteln und Fähigkeiten, die eigenen Absichten durchsetzen zu können und dem Vorgang, dies auch bewusst zu tun - also die Mittel und Fähigkeiten zu instrumentalisieren - noch einen gewissen Unterschied sehe. Daher rührt die komplexe Formulierung, worauf vermutlich das ironische Zitat von Canetti abzielt.

29.7.06  
Anonymous wort-wahl said...

hmm, ich habe das eben noch einmal überdacht. ich verstehe den gedanken, und er passt in meine vorstellung von macht und machtverhältnissen. danke.
und die unterscheidung zwischen der macht an sich und ihrer instrumentalisierung ist ihnen bravourös gelungen. auch dafür danke ich, da ich es für mich bisher nie richtig in worte fassen konnte.

31.7.06  

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